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News aus der Region News Berlin Potsdamer Platz
Jetzt Mall ehrlich
Hunderte kamen zur Eröffnung ins neue Zentrum am Leipziger Platz

Knapp zehn Minuten nach der Eröffnung ging der erste Kunde schon wieder hinaus, fuhr die Rolltreppe hinunter mit einem Fernsehgerät unter dem Arm – der zielstrebigste von allen. Die meisten anderen Besucher der neuen „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz gehörten eher zu den Schaulustigen, die ein paar ziellose, aber unterhaltsame und durchaus entspannte Stunden im Shopping-Tempel verbrachten.

Denn dort ging es zumindest am ersten Vormittag überraschend ruhig zu. Exakt um zehn Uhr hatte Mittes Baustadtrat Carsten Spallek die massive Schere gepackt, angereicht auf einem Samtkissen von drei professionell lächelnden, in roten, schulterfreien Abendkleidern bibbernden Grazien.

Dann säbelte er los, schön langsam, damit die Fotografen auch was zu fotografieren hatten, und der Weg war frei. Doch die großzügig eingeteilten Sicherheitskräfte hatten nichts zu tun, die Menge wartete zunächst diszipliniert in der Distanz, und nach nicht einmal einer Minute waren schätzungsweise fünfhundert überwiegend recht junge Neugierige im Inneren verschwunden, wo es dann alsbald aussah wie in einem normalen, gut besuchten Einkaufszentrum, kein Gedränge, keine Wühltischatmosphäre, keine Schnäppchenjagd.

Denn umsonst gab es nichts, und die Sonderangebote waren entweder sparsam dosiert oder – wie bei Saturn – gleich mit dem Hinweis versehen, dass es sie auch in jedem anderen Markt der Kette gebe. Dennoch war es der Elektromarkt, der seiner Funktion als „Ankermieter“ gerecht wurde und anfangs die meisten Besucher anzog, während sich das Interesse an den edleren Bekleidungs- oder Kosmetikgeschäften zunächst auf die Schaufenster konzentrierte – der Berliner liebt das Vertraute.

Das Adlon der Berliner Einkaufspassagen

Und vertraut ist ihm die neue „Mall“ sicher noch nicht. Sie wirkt – zumindest unten und in der 23 Meter hohen Piazza – großzügig, elegant und durchaus stilvoll gestaltet, sozusagen das Adlon der Berliner Einkaufspassagen, Vorbildern in Singapur oder Dubai durchaus ebenbürtig, jedenfalls, was die Gestaltung angeht. Entsprechend drängt sich auch kein Geschäft mit greller Werbung nach vorn, Rabatte werden, sofern es sie überhaupt gibt, sehr dezent angekündigt. Und die beiden halb nackten Jungs mit Sixpack und Badehose, die neben einem gigantischen Blumentopf ausgerechnet für einen Jeansladen posierten, dürften eher untypisch sein für das hier angepeilte Geschmacksniveau. Nur die immer präsente Musikbeschallung nervt, und da und dort wird wohl auch penetrantes Parfüm in die Ladenluft gepustet.

Das Konzept der Mall ist klar. Im Vordergrund stehen die bekannten und in der Stadt schon lange präsenten Umsatzbringer wie H&M, Peek und Cloppenburg, Saturn, Zara und Sport-Scheck. Im Keller unter ihnen findet die Grundversorgung mit Aldi, Kaiser’s und dm statt, ergänzt um ein paar kleinteilige Einzelhändler sowie den Hertha-Fanshop.

Die Ecke zur Wilhelmstraße hin ist das, was Harald Huth, der Boss, den Premium-Bereich nennt; dort geht es mit Marken wie Boss, Patrizia Pepe, Armani Jeans und Karl Lagerfeld etwas weniger volkstümlich zu. Im ersten Geschoss dominieren die oberen Hälften der großen Geschäfte, ergänzt um Bekleidung mittleren Preisniveaus. Auffällig ist, dass die Schuhgeschäfte durchweg der Billigkategorie angehören, „Clarks“ und „Navyboot“ ausgenommen. Auch Bayern München hält hier Hof. Berlin-Premiere, eine der ganz wenigen, feiert der norddeutsche Bekleidungsspezialist Wormland mit einem großen, modisch cool hergerichteten Shop über zwei Etagen.

Der zweite Stock ist der „Foodcourt“, bietet also Imbisskost in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen von McDonald’s über Nordsee bis Thai, durchweg billig und SB. Anspruchsvollere Küche fehlt völlig, genauso wie drunten sämtliche internationalen Imponier-Label – womit viel Luft nach oben bleibt zur Konkurrenz in KaDeWe und Quartier 206.

Am Mittag kam der Hunger. Lange Schlangen vor Falafel und Currywurst, Pizza und Wienerwald-Hähnchen, Leere in eleganten Markenshops. „Praktisch noch nichts verkauft“, sagt eine Mitarbeiterin, „aber das ist normal, die Leute müssen sich erst an uns gewöhnen.“ Dazu ist nun fast pausenlos Gelegenheit, sogar am kommenden Sonntag. Wer nicht am Berlin-Marathon teilnimmt, könnte es also durchaus mit einem Shopping-Marathon versuchen.
Jetzt Mall ehrlich
Hunderte kamen zur Eröffnung ins neue Zentrum am Leipziger Platz

Knapp zehn Minuten nach der Eröffnung ging der erste Kunde schon wieder hinaus, fuhr die Rolltreppe hinunter mit einem Fernsehgerät unter dem Arm – der zielstrebigste von allen.
Hunderte kamen zur Eröffnung ins neue Zentrum am Leipziger Platz

Knapp zehn Minuten nach der Eröffnung ging der erste Kunde schon wieder hinaus, fuhr die Rolltreppe hinunter mit einem Fernsehgerät unter dem Arm – der zielstrebigste von allen. Die meisten anderen Besucher der neuen „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz gehörten eher zu den Schaulustigen, die ein paar ziellose, aber unterhaltsame und durchaus entspannte Stunden im Shopping-Tempel verbrachten.

Denn dort ging es zumindest am ersten Vormittag überraschend ruhig zu. Exakt um zehn Uhr hatte Mittes Baustadtrat Carsten Spallek die massive Schere gepackt, angereicht auf einem Samtkissen von drei professionell lächelnden, in roten, schulterfreien Abendkleidern bibbernden Grazien.

Dann säbelte er los, schön langsam, damit die Fotografen auch was zu fotografieren hatten, und der Weg war frei. Doch die großzügig eingeteilten Sicherheitskräfte hatten nichts zu tun, die Menge wartete zunächst diszipliniert in der Distanz, und nach nicht einmal einer Minute waren schätzungsweise fünfhundert überwiegend recht junge Neugierige im Inneren verschwunden, wo es dann alsbald aussah wie in einem normalen, gut besuchten Einkaufszentrum, kein Gedränge, keine Wühltischatmosphäre, keine Schnäppchenjagd.

Denn umsonst gab es nichts, und die Sonderangebote waren entweder sparsam dosiert oder – wie bei Saturn – gleich mit dem Hinweis versehen, dass es sie auch in jedem anderen Markt der Kette gebe. Dennoch war es der Elektromarkt, der seiner Funktion als „Ankermieter“ gerecht wurde und anfangs die meisten Besucher anzog, während sich das Interesse an den edleren Bekleidungs- oder Kosmetikgeschäften zunächst auf die Schaufenster konzentrierte – der Berliner liebt das Vertraute.

Das Adlon der Berliner Einkaufspassagen

Und vertraut ist ihm die neue „Mall“ sicher noch nicht. Sie wirkt – zumindest unten und in der 23 Meter hohen Piazza – großzügig, elegant und durchaus stilvoll gestaltet, sozusagen das Adlon der Berliner Einkaufspassagen, Vorbildern in Singapur oder Dubai durchaus ebenbürtig, jedenfalls, was die Gestaltung angeht. Entsprechend drängt sich auch kein Geschäft mit greller Werbung nach vorn, Rabatte werden, sofern es sie überhaupt gibt, sehr dezent angekündigt. Und die beiden halb nackten Jungs mit Sixpack und Badehose, die neben einem gigantischen Blumentopf ausgerechnet für einen Jeansladen posierten, dürften eher untypisch sein für das hier angepeilte Geschmacksniveau. Nur die immer präsente Musikbeschallung nervt, und da und dort wird wohl auch penetrantes Parfüm in die Ladenluft gepustet.

Das Konzept der Mall ist klar. Im Vordergrund stehen die bekannten und in der Stadt schon lange präsenten Umsatzbringer wie H&M, Peek und Cloppenburg, Saturn, Zara und Sport-Scheck. Im Keller unter ihnen findet die Grundversorgung mit Aldi, Kaiser’s und dm statt, ergänzt um ein paar kleinteilige Einzelhändler sowie den Hertha-Fanshop.

Die Ecke zur Wilhelmstraße hin ist das, was Harald Huth, der Boss, den Premium-Bereich nennt; dort geht es mit Marken wie Boss, Patrizia Pepe, Armani Jeans und Karl Lagerfeld etwas weniger volkstümlich zu. Im ersten Geschoss dominieren die oberen Hälften der großen Geschäfte, ergänzt um Bekleidung mittleren Preisniveaus. Auffällig ist, dass die Schuhgeschäfte durchweg der Billigkategorie angehören, „Clarks“ und „Navyboot“ ausgenommen. Auch Bayern München hält hier Hof. Berlin-Premiere, eine der ganz wenigen, feiert der norddeutsche Bekleidungsspezialist Wormland mit einem großen, modisch cool hergerichteten Shop über zwei Etagen.

Der zweite Stock ist der „Foodcourt“, bietet also Imbisskost in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen von McDonald’s über Nordsee bis Thai, durchweg billig und SB. Anspruchsvollere Küche fehlt völlig, genauso wie drunten sämtliche internationalen Imponier-Label – womit viel Luft nach oben bleibt zur Konkurrenz in KaDeWe und Quartier 206.

Am Mittag kam der Hunger. Lange Schlangen vor Falafel und Currywurst, Pizza und Wienerwald-Hähnchen, Leere in eleganten Markenshops. „Praktisch noch nichts verkauft“, sagt eine Mitarbeiterin, „aber das ist normal, die Leute müssen sich erst an uns gewöhnen.“ Dazu ist nun fast pausenlos Gelegenheit, sogar am kommenden Sonntag. Wer nicht am Berlin-Marathon teilnimmt, könnte es also durchaus mit einem Shopping-Marathon versuchen.

Der Tagesspiegel, [26.09.2014]; Simulation: Promo

 
Tacheles für 150 Millionen Euro an Finanzinvestor verkauft
Der Eigentümer hat das ehemalige Kunsthaus an einen Investor verkauft

Das ehemalige Kunsthaus Tacheles hat einen neuen Besitzer.
Der Eigentümer hat das ehemalige Kunsthaus an einen Investor verkauft

Das ehemalige Kunsthaus Tacheles hat einen neuen Besitzer. Nach jahrelangen Querelen verkaufte die Jagdfeld-Gruppe das mehr als 25 000 Quadratmeter große Gelände mit den Gebäuden Friedrichstraße 112a und b und die als ehemaliges Kunsthaus Tacheles bekannten Reste der Friedrichstraßen-Passage an einen internationalen Finanzinvestor: der mit der Perella Weinberg Real Estate (PWRE) verbundenen Fonds will hier nun eine attraktive Neubebauung mit verschiedenen Nutzungen verwirklichen. Der Kaufpreis für das gesamte Areal soll 150 Millionen Euro betragen haben.

„Wir freuen uns, dass wir das Gelände aus dem Dornröschenschlaf holen und hier ein neues Kapitel beginnen können, um einen weiteren Anziehungspunkt in Berlins Mitte zu schaffen“, sagt Léon Bressler, Managing Partner der PWRE.

Man sei überzeugt vom Potenzial der deutschen Hauptstadt und wolle einen Teil der Innenstadt aktiv mitgestalten.

PWRE-Sprecherin Claudia Holfert sagte dem Tagesspiegel, man sei bei den Bebauungsplänen für das lange ungenutzte Areal noch ganz am Anfang, gehe aber von einer gemischten Bebauung aus. So sollten unter anderem Wohnungen, Einzelhandelseinrichtungen aber auch Hotels und Bürogebäude entstehen. Für das ehemalige Kunsthaus sei eine kulturelle Nutzung vorgeschrieben und auch geplant.

Das Tacheles ist die letzte große Freifläche in innerstädtischer Toplage in Berlin. Im Herbst vergangenen Jahres war der Verkauf bereits angekündigt worden. Die letzten Künstler hatten das von ihnen im Jahr 1990 besetzte Areal erst im Juni 2012 verlassen, nachdem ein Urteil des Landgerichts sie zur Räumung des Theatersaals und der Galerieräume gezwungen hatte.

Der Tagesspiegel, [25.09.2014]

 

 
Ostalgie im Restaurant Hof zwei
Promotion im Oktober Mövenpick Hotel Berlin

Der Oktober steht ganz im Zeichen der "Ostalgie".
Promotion im Oktober Mövenpick Hotel Berlin

Der Oktober steht ganz im Zeichen der "Ostalgie". Wir lassen im Hof zwei die beliebtesten Klassiker der DDR-Küche in neuen Kreationen für Sie aufleben.

Genießen Sie zum Beispiel klassische Soljanka mit Sauerrahm oder Ragout fin von der Wachtel mit gegrilltem Tramezzini, Worchester-Sauce und Cheddar.

Das Hof zwei wünscht Ihnen guten Appetit!

 

 
Hunderte kamen zur Eröffnung ins neue Zentrum am Leipziger Platz

Knapp zehn Minuten nach der Eröffnung ging der erste Kunde schon wieder hinaus, fuhr die Rolltreppe hinunter mit einem Fernsehgerät unter dem Arm – der zielstrebigste von allen. Die meisten anderen Besucher der neuen „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz gehörten eher zu den Schaulustigen, die ein paar ziellose, aber unterhaltsame und durchaus entspannte Stunden im Shopping-Tempel verbrachten.

Denn dort ging es zumindest am ersten Vormittag überraschend ruhig zu. Exakt um zehn Uhr hatte Mittes Baustadtrat Carsten Spallek die massive Schere gepackt, angereicht auf einem Samtkissen von drei professionell lächelnden, in roten, schulterfreien Abendkleidern bibbernden Grazien.

Dann säbelte er los, schön langsam, damit die Fotografen auch was zu fotografieren hatten, und der Weg war frei. Doch die großzügig eingeteilten Sicherheitskräfte hatten nichts zu tun, die Menge wartete zunächst diszipliniert in der Distanz, und nach nicht einmal einer Minute waren schätzungsweise fünfhundert überwiegend recht junge Neugierige im Inneren verschwunden, wo es dann alsbald aussah wie in einem normalen, gut besuchten Einkaufszentrum, kein Gedränge, keine Wühltischatmosphäre, keine Schnäppchenjagd.

Denn umsonst gab es nichts, und die Sonderangebote waren entweder sparsam dosiert oder – wie bei Saturn – gleich mit dem Hinweis versehen, dass es sie auch in jedem anderen Markt der Kette gebe. Dennoch war es der Elektromarkt, der seiner Funktion als „Ankermieter“ gerecht wurde und anfangs die meisten Besucher anzog, während sich das Interesse an den edleren Bekleidungs- oder Kosmetikgeschäften zunächst auf die Schaufenster konzentrierte – der Berliner liebt das Vertraute.

Das Adlon der Berliner Einkaufspassagen

Und vertraut ist ihm die neue „Mall“ sicher noch nicht. Sie wirkt – zumindest unten und in der 23 Meter hohen Piazza – großzügig, elegant und durchaus stilvoll gestaltet, sozusagen das Adlon der Berliner Einkaufspassagen, Vorbildern in Singapur oder Dubai durchaus ebenbürtig, jedenfalls, was die Gestaltung angeht. Entsprechend drängt sich auch kein Geschäft mit greller Werbung nach vorn, Rabatte werden, sofern es sie überhaupt gibt, sehr dezent angekündigt. Und die beiden halb nackten Jungs mit Sixpack und Badehose, die neben einem gigantischen Blumentopf ausgerechnet für einen Jeansladen posierten, dürften eher untypisch sein für das hier angepeilte Geschmacksniveau. Nur die immer präsente Musikbeschallung nervt, und da und dort wird wohl auch penetrantes Parfüm in die Ladenluft gepustet.

Das Konzept der Mall ist klar. Im Vordergrund stehen die bekannten und in der Stadt schon lange präsenten Umsatzbringer wie H&M, Peek und Cloppenburg, Saturn, Zara und Sport-Scheck. Im Keller unter ihnen findet die Grundversorgung mit Aldi, Kaiser’s und dm statt, ergänzt um ein paar kleinteilige Einzelhändler sowie den Hertha-Fanshop.

Die Ecke zur Wilhelmstraße hin ist das, was Harald Huth, der Boss, den Premium-Bereich nennt; dort geht es mit Marken wie Boss, Patrizia Pepe, Armani Jeans und Karl Lagerfeld etwas weniger volkstümlich zu. Im ersten Geschoss dominieren die oberen Hälften der großen Geschäfte, ergänzt um Bekleidung mittleren Preisniveaus. Auffällig ist, dass die Schuhgeschäfte durchweg der Billigkategorie angehören, „Clarks“ und „Navyboot“ ausgenommen. Auch Bayern München hält hier Hof. Berlin-Premiere, eine der ganz wenigen, feiert der norddeutsche Bekleidungsspezialist Wormland mit einem großen, modisch cool hergerichteten Shop über zwei Etagen.

Der zweite Stock ist der „Foodcourt“, bietet also Imbisskost in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen von McDonald’s über Nordsee bis Thai, durchweg billig und SB. Anspruchsvollere Küche fehlt völlig, genauso wie drunten sämtliche internationalen Imponier-Label – womit viel Luft nach oben bleibt zur Konkurrenz in KaDeWe und Quartier 206.

Am Mittag kam der Hunger. Lange Schlangen vor Falafel und Currywurst, Pizza und Wienerwald-Hähnchen, Leere in eleganten Markenshops. „Praktisch noch nichts verkauft“, sagt eine Mitarbeiterin, „aber das ist normal, die Leute müssen sich erst an uns gewöhnen.“ Dazu ist nun fast pausenlos Gelegenheit, sogar am kommenden Sonntag. Wer nicht am Berlin-Marathon teilnimmt, könnte es also durchaus mit einem Shopping-Marathon versuchen.

Der Tagesspiegel, [26.09.2014]; Simulation: Promo

 

 
Der Eigentümer hat das ehemalige Kunsthaus an einen Investor verkauft

Das ehemalige Kunsthaus Tacheles hat einen neuen Besitzer. Nach jahrelangen Querelen verkaufte die Jagdfeld-Gruppe das mehr als 25 000 Quadratmeter große Gelände mit den Gebäuden Friedrichstraße 112a und b und die als ehemaliges Kunsthaus Tacheles bekannten Reste der Friedrichstraßen-Passage an einen internationalen Finanzinvestor: der mit der Perella Weinberg Real Estate (PWRE) verbundenen Fonds will hier nun eine attraktive Neubebauung mit verschiedenen Nutzungen verwirklichen. Der Kaufpreis für das gesamte Areal soll 150 Millionen Euro betragen haben.

„Wir freuen uns, dass wir das Gelände aus dem Dornröschenschlaf holen und hier ein neues Kapitel beginnen können, um einen weiteren Anziehungspunkt in Berlins Mitte zu schaffen“, sagt Léon Bressler, Managing Partner der PWRE.

Man sei überzeugt vom Potenzial der deutschen Hauptstadt und wolle einen Teil der Innenstadt aktiv mitgestalten.

PWRE-Sprecherin Claudia Holfert sagte dem Tagesspiegel, man sei bei den Bebauungsplänen für das lange ungenutzte Areal noch ganz am Anfang, gehe aber von einer gemischten Bebauung aus. So sollten unter anderem Wohnungen, Einzelhandelseinrichtungen aber auch Hotels und Bürogebäude entstehen. Für das ehemalige Kunsthaus sei eine kulturelle Nutzung vorgeschrieben und auch geplant.

Das Tacheles ist die letzte große Freifläche in innerstädtischer Toplage in Berlin. Im Herbst vergangenen Jahres war der Verkauf bereits angekündigt worden. Die letzten Künstler hatten das von ihnen im Jahr 1990 besetzte Areal erst im Juni 2012 verlassen, nachdem ein Urteil des Landgerichts sie zur Räumung des Theatersaals und der Galerieräume gezwungen hatte.

Der Tagesspiegel, [25.09.2014]

 
Promotion im Oktober Mövenpick Hotel Berlin

Der Oktober steht ganz im Zeichen der "Ostalgie". Wir lassen im Hof zwei die beliebtesten Klassiker der DDR-Küche in neuen Kreationen für Sie aufleben.

Genießen Sie zum Beispiel klassische Soljanka mit Sauerrahm oder Ragout fin von der Wachtel mit gegrilltem Tramezzini, Worchester-Sauce und Cheddar.

Das Hof zwei wünscht Ihnen guten Appetit!

 
Mall of Berlin öffnet - mit Staus ist zu rechnen

Wer am heutigen Mittwochabend zur Eröffnungsgala in die Mall of Berlin am Leipziger Platz möchte, sollte einige Anreisezeit einplanen – jedenfalls, wenn es mit dem Auto dorthin geht. Denn Medienvertreter werden dort spätestens ab 19 Uhr aufbauen, und um 21 Uhr werden rund 10 000 Gäste zur Pre-Opening-Party erwartet, darunter auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Laut Polizei sowie der Verkehrslenkung hat der Betreiber des neuen großen Einkaufszentrums aber keine Straßensperrungen oder Ähnliches beantragt.

100 000 Premierenkäufer erwartet

Immerhin wurde die Senatsverkehrslenkung vorgewarnt, dass für die Zeit von 18.30 Uhr bis 24 Uhr mit großem Betrieb zu rechnen ist.

Noch mehr an- und abfahrende Kraftfahrzeuge werden sich wohl am Donnerstag rund um die Leipziger Straße stauen, wenn die „Mall of Berlin“ offiziell um 10 Uhr öffnet. Bei der Verkehrslenkung sind rund 100 000 Besucher avisiert, die Verkehrsfachleute haben aber sicherheitshalber schon mal notiert, „dass die Besucherzahl unkalkulierbar“ sei. Bei Bedarf werde man „spontan reagieren müssen und verkehrslenkend eingreifen“, hieß es.

Fitnessstudio, Hotel, Wohnungen

Gleichzeitig mit der „Mall of Berlin“, dessen Eröffnung sich verzögerte, macht ein Fitnessstudio der Marke „Hard Candy“ auf, die Eröffnung eines „Motel One“-Hotels verzögert sich dagegen wegen eines Wasserschadens. Außerdem entstehen 270 Wohnungen. Hinsichtlich der Zahl der Läden und Lokale wird das Einkaufszentrum das größte Berlins. Nur bei der Verkaufsfläche liegt es mit 76 000 Quadratmetern hinter den Neuköllner Gropius-Passagen mit 85 000 Quadratmetern. Mit den geplanten Kernöffnungszeiten montags bis sonnabends von 9 bis 22 Uhr soll in der Mall of Berlin so lange verkauft werden wie in keinem anderen Zentrum. Die Eröffnung sollte zuletzt im Mai stattfinden.

Der Tagesspiegel, [24.09.2014]; Foto: Promo

 
40.004 Läufer sind beim 41. Berlin-Marathon am Start

Nicht der beste Internetzugang hat entschieden, sondern das Glück. Wenn am kommenden Sonntag auf der schnellsten Marathon-Strecke der Welt 40.004 Läufer an den Start gehen, sind 31.000 von ihnen mit einer Art Glücksfaktor unterwegs. Sie haben ihre Startplätze erstmals durch einen Losentscheid erhalten.

Der Veranstalter SCC Events hat dieses Verfahren eingeführt, weil die verfügbaren Startplätze für den vorherigen Jubiläums-Marathon binnen dreieinhalb Stunden im Internet ausgebucht waren. Bei der Verlosung unter 74707 Bewerbern hatten alle die gleiche Chance, sagt SCC-Geschäftsführer Jürgen Lock.

Die Berliner Sportler schneiden sogar etwas besser ab. Während die Zahl der Starter aus Deutschland mit mehr als 17.000 konstant blieb, ist der Anteil der Berliner auf rund 6500 gestiegen, sonst waren nur etwa 5500 Hauptstädter am Start. Unter den insgesamt 130 Nationen stellen die Dänen mit 3500 Sportlern die zweitstärkste Fraktion, dann folgen die Briten mit 3000.

Erstmals gibt es im Netz auch eine interaktive Karte, auf der die Starter Informationen zum Lauf finden, Zuschauer etwas über die 80 Bands an der Strecke erfahren und die Berliner sehen können, ab wann welche Straße gesperrt ist. Am Donnerstag beginnen die Sperrungen auf der Straße des 17. Juni.

Berliner Zeitung, [22.09.2014]